RWA Öffnungen

RWA-Öffnungen

Als RWA-Öffnungen werden die Gebäudeelemente bezeichnet, durch die Rauchgase und Hitze ins Freie geleitet werden können.
Durch das physikalische Gesetz müssen RWA-Öffnungen immer im oberen Teil des betreffenden Gebäudeabschnitts eingebaut werden. Daraus resultieren auch die gesetzlichen Vorschriften, welche die Anordnung von RWA-Öffnungen festlegt.

Je nach Fassade oder Dachform sind verschiedene Lösungen für RWA-Öffnungen möglich.
In Flachdächern oft in Form von Lichtkuppeln oder Lichtbändern, in Schrägdächern sind oft auswärts klappende Kippflügel oder Dachflächenfenster üblich. Als Lösung in vertikale Außenwände sind unterschiedlichste Fensterformen wie Kipp-, Klapp-, Schwing- oder Lamellenfenster möglich.

Es ist zu beachten, dass sich öffnende Fensterflügel nicht den Fluchtweg beeinträchtigen dürfen.

Entscheidend für die optimale Wirkung eines natürlichen Rauchabzugs ist Art und Größe des Öffnungselements.

Rauchgase und Hitze sollen möglichst ungehindert das Freie erreichen. Bauliche Gegebenheiten wie z.B. Mauervorsprünge oder Bestandteile des Fensters selbst, dürfen das Ausströmen nicht behindern.

Die freie Öffnungsfläche wie sie in den gesetzlichen Bestimmungen gefordert wird, richtet sich nach Art des Gebäudeteils Raumgröße. Die Nutzung spielt ebenfalls eine Rolle.

Die wirksame Fläche der Zuluftöffnung aller NRA-Rauchabzugsanlagen muss mindestens das 1,5-fache der erforderlichen aerodynamischen RWA-Öffnungsfläche betragen.

Die geforderte RWA-Öffnung beträgt in Treppenhäusern 5% der Grundfläche, aber mindestens einen Quadratmeter.
Für Industrieobjekte sind oft 2% der Grundfläche als RWA-Öffnung üblich. Hier sind die genauen Forderungen der zuständigen Behörden zu beachten.

Nach DIN EN 12101 Teil 2 müssen RWA-Öffnungen jetzt zusammen mit dem Antrieb eine Zulassung haben. Dass heißt, vorhandene Öffnungen-/Fenster sind nach dieser Richtlinie nicht mehr als RWA-Öffnung geeignet. Für RWA-Anlagen in Treppenräumen und für Zuluftfenster gilt diese Richtlinie nicht.